Staatliches Projekt " SPORT NACH EINS "
| Nach der Schule auf die Schanze |
| Staatliches Projekt " Sport nach eins " soll bei der Talent suche helfen |
| Das Projekt "Sport nach eins" wurde 1991 vom Bayerischen Kultusministerium und dem Bayerischen Landessportverband ins Leben gerufen. Die Grundidee: Kindern und Jugendliche sollen auch nach den
schulischen Pflichtsportstunden ein Bewegungsangebot unter fachlicher Aufsicht geboten werden.
Auch in Bischofsheim gibt es mittlerweile eine Arbeitsgemeinschaft dieser Art, die am Donnerstag an der Haselbacher Sprungschanze vorgestellt wurde. Winfried Pöpperl, der Vorsitzende des Skigaus Unterfranken, stellte dabei die gute Zusammenarbeit zwischen dem RWV Haselbach und der Bischofsheimer Volksschule heraus: "Wenn ein Schuldirektor kein Interesse am Sport hat oder die Bedeutung für die Jugendlichen nicht erkennt, läuft mit seiner Idee gegen ein Wand." In Bischofsheim ist dies nicht der Fall: Rektor Wolfgang Schön könnte sich auch in anderen Sportarten ähnliche Arbeitsgemeinschaften vorstellen. "Wir haben in der Rhön so viele gute Mountain-Biker und Langläufer. Da wäre es doch toll, wenn wir für die auch einen Übungsleiter nach der Schule zur Verfügung hätten", wünscht sich Schön. Bei den Skispringern hat das bestens funktioniert, denn mit Adolf Baldauf aus Brotterode konnte ein erfahrener Trainer gewonnen werden. Dreimal pro Woche nimmt er die 80 Kilometer von seinem Heimatdorf nach Haselbach in Kauf, um mit den talentierten Rhöner Nachwuchsspringern zu trainieren. Dass so etwas nicht unentgeltlich geschehen kann, ist klar. So haben mehrere regionale Firmen das Sponsoring für das Projekt übernommen. Resi Roßhirt, die Vorsitzende des RWV Haselbach, ist guter Dinge, dass die Arbeitsgemeinschaft in Zukunft noch mehr Talente zum Skispringen finden wird, und hofft dabei auf Mitwirkung der Schule: "Man könnte zum Beispiel im Rahmen des Wintersporttages ein Schnuppertraining anbieten." Eine Idee, die der Schuldirektor durchaus für sinnvoll hält. Zwölf Kinder und Jugendliche hatten gerade unter der Aufsicht von Adolf Baldauf ihr Training auf den Haselbacher Mattenschanzen absolviert, als die offizielle Urkunde des Projektes präsentiert wurde. Das unscheinbare Dokument lässt kaum erahnen, wie viel Arbeit und Anträge nötig waren, bis die Arbeitsgemeinschaft schließlich offiziell abgesegnet war. Auch für das nächste Vorhaben des Skigaus und des RWV wird ähnliches von Nöten sein. Denn
nach den beiden kleineren Schanzen soll nun auch die große 5O-Meter-Schanze mit Matten ausgestattet werden. |
| Zeitungsbericht der Main - Post, 18.05.2002 |
| " Sport nach eins " : Jeder nach seinen Fähigkeiten und Neigung |
| Die Volksschule Bischofsheim und der RWV Haselbach haben mit dem
Projekt "Sport nach eins" im Bereich Skispringen ein gemeinsames sportliches Angebot für Schüler im Landkreis Rhön
Grabfeld geschaffen.
" Sport nach eins " ist eine Sportarbeits-Gemeinschaft, in der sich sportlich interessierte Schülerinnen und Schüler am Nachmittag, eben nach ein Uhr, betätigen können. In diesem Fall handelt es sich um Skispringen. Die Kreuzbergschanzen liegen direkt vor der Haustür der Haselbacher und Bischofsheimer. Mit Trainer Adolf Baldauf ist ein Fachmann engagiert, der es wie kein Zweiter versteht, Kinder und Jugendliche für das Skispringen zu begeistern. Schon lange haben die Wintersport treibenden Vereine der Rhön, der RWV Haselbach und der WSV Oberweißenbrunn und auch die Bischofsheimer Schule. mit dem Projekt "Sport nach eins" geliebäugelt. Realisiert werden konnte bisher keine Sportarbeits-Gemeinschaft. Auf Initiative des Vorsitzenden des Skigaus Unterfranken-Rhön, Winfried Pöpperl, wurde das Thema erneut aufgegriffen. Diesmal hat es funktioniert. Die Schwierigkeit, dass im Bereich Skilanglauf, Ski alpin oder Mountainbike bisher eine solche Arbeitsgemeinschaft nicht auf die Beine gestellt werden konnte, lag an fehlenden Trainern oder Übungsleitern. Denn wie der Name des Projektes schon sagt, handelt es sich um "Sport nach eins". Die meisten der in Sportvereinen ehrenamtlich tätigen Trainer sind aber tagsüber berufstätig und haben erst am späten Nachmittag oder frühen Abend Zeit. Doch "Sport nach eins" ist auf die Zeit zwischen ein und fünf Uhr nachmittags begrenzt, "Adolf Baldauf ist für uns ein Glücksfall", dankte ihm Winfried Pöpperl für sein Engagement um das Skispringen in der Rhön. Auch die Vorsitzende des RWV Haselbach, Resi Roßhirt, betonte die Notwendigkeit einer solchen Arbeitsgemeinschaft. Schulleiter Wolfgang Schön, froh über das zusätzliche Angebot, das er seinen Schülern nun im Sportbereich geben kann, unterstrich die Bedeutung des Skispringens für die Region. "Es ist eine gute Sache, die Schule und der Verein profitieren von der Sportarbeits-Gemeinschaft." Es geht hier neben dem Sonnen im Ruhm des Erfolges auch um Zuschüsse für Trainer, Material und so weiter. Natürlich steht nicht nur Schülern der Volksschule Bischofsheim der Weg in die Sportarbeits-Gemeinschaft offen. Seit Ende Februar diesen Jahres gibt es die Arbeitsgemeinschaft, jetzt kam die offizielle Genehmigungsurkunde der Regierung von Unterfranken aus Würzburg nach Bischofsheim. Ein Grund zu feiern für die Beteiligten. Zur Zeit gehören zur Sportarbeits-Gemeinschaft Skispringen elf Kinder. Es sind im Einzelnen: Michael Zacherau, Frammersbach; Marcel Enders, Schönau; Timo Enders, Frankenheim; Toni Eisenmann, Oberweißenbrunn; Jens Kratzel, Hasel- Maximilian Lange, Bischofsheim; Matthias Rahm, Haselbach; Pascal Jäger, Rödelmaier; Julia Eisenmann, Oberweißenbrunn; Ramon Stäblein, Nordheim und Leila Jung, Haselbach, Viele Ideen, wie der Sprunglauf für die Schüler noch interessanter gemacht werden kann, haben die Verantwortlichen schon auf Lager. So ist zum Beispiel mal an einen Sporttag an der Schanze gedacht oder ein Skispringen um den Schulpokal könnte ins Leben gerufen werden. Wer möchte den großen Schulpokal nicht als Sieger in Händen halten? " Sport nach eins ", was ist das eigentlich? Das Bayerische Kultusministerium und der Bayerische Landes-Sportverband haben 1991 unter Beteiligung der kommunalen Spitzenverbande das Projekt Die positive Bedeutung des Sports für den Einzelnen, aber auch für die gesamte Gesellschaft, steht in Blickfeld der Initiatoren. Sport ist die Grundlage einer gesunden Lebensführung, Sport ist ein Rezept gegen Bewegungsmangel, ist ein Angebot zur sinnvollengestaltung der Freizeit, ist eine Möglichkeit zum Erleben von Gemeinschaft, ist eine Chance zur Selbstverwirklichung. Deshalb sollten junge Menschen ein möglichst vielseitiges Sportangebot erhalten, Viele Vorteile bietet "Sport nach eins": Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Angebot. Schüler können entsprechend ihrer Begabungen und Neigungen daran teilnehmen. Die Schule erhöht ihre Attraktivität durch das zusätzliche Angebot. Die Vereine bekommen erhöhte staatliche Zuschüsse zur Vergütung der ehrenamtlich tätigen Lehrkräfte und Übungsleiter und zur Finanzierung von Sportgeräten. Die Sportarbeits-Gemeinschaffen sind Schulveranstaltungen, damit sind alle beteiligten Kinder und Jugendlichen durch die gesetzliche Schülerunfallversicherung, abgesichert. |
| Zeitungsbericht der Rhön - Saalepost, 18.05.2002 |